|
Borobudur
Ein
unvergessliches Erlebnis bleibt der Besuch des Borobudur-Tempels
bei Sonnenaufgang.

Dieser
buddhistische Tempel, der zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt,
wurde 1006 - nur 150 Jahre nachdem er fertiggestellt wurde - durch
einen Vulkanausbruch des Merapi vollkommen unter Asche und Lava
begraben. Da der Islam im Vormarsch war, hielt es niemand für
nötig ihn wieder auszugraben, worauf er über 700 Jahre
in Vergessenheit geriet. Erst im vorletzten Jahrhundert veranlasste
der spätere Singapur-Begründer Sir Stamford Raffles seine
Freilegung.

Über
die Jahrhunderte hinweg wurde dem Bauwerk durch Vegetation und das
feuchte Klima übel mitgespielt, so dass es vom endgültigen
Zerfall bedroht war.

1973
traf die UNESCO mit Indonesien ein Abkommen für die komplette
Restauration des Tempels. In den folgenden fast 10 Jahren wurde
jeder Stein einzeln abgetragen, nummeriert und die Daten in einen
Computer eingegeben. Dieser errechnete, welche Steine zusammengehören,
worauf das Bauwerk Stein für Stein wieder aufgebaut wurde.

Ohne
Computer wäre Borobudur eine Jahrhundertarbeit für etwa
10.000 Archäologen geworden.

|